Sonstiges 2006

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28.Mai 2006 - Neuer Rettungssatz in Dienst gestellt

Seitenaufprallschutz, Airbag, Gurtstraffer, Karosserieverstärkung - Techniken aus dem modernen Fahrzeugbau, die die Sicherheit der Fahrzeuginsassen bei einem Unfall verbessern. Für die Helfer, die nach dem Unfall die Verletzen versorgen und aus dem Fahrzeugwrack befreien müssen, erschweren sie oft den Zugang zu den Unfallopfern.

Auch zeitgemäße Rettungtaktiken, die die schonende Befreiung des Patienten sicherstellen sollen und entsprechend große Rettungsöffnungen erfordern, stellen hohe Anforderungen an die Ausrüstung der Rettungskräfte. Daher war notwendig, bei der Ersatzbeschaffung eines Rettungssatzes der Feuerwehr Naila auf eine ausreichende Leistungsfähigkeit der Geräte zu achten. Die neuen Geräte ersetzen einen Gerätesatz der Firma Hurst, der 1976 als einer der Ersten im Landkreis in Dienst gestellt wurde und seitdem bei zahlreichen Unfällen Menschenleben gerettet hatte. Im Rahmen einer Einweisung durch die Herstellerfirma konnten die Feuerwehrleute die Rettungsgeräte erstmals erproben und an einem ausgedienten Fahrzeug verschiedene Befreiungstechniken üben.

Das neue Hydraulikaggregat erlaubt den gleichzeitigen Betrieb von Spreizer und Schneidgerät oder Rettungszylinder oder betreibt ein einzelnes Gerät mit doppelter Geschwindigkeit. Der Ölvorrat ist so dimensioniert, das alle Rettungszylinder ausgefahren und anschließend Spreizer und Schneidgerät weiterbetrieben werden können

Der Rettungsspreizer SP60 besitzt mit garantierten 68kN (entspricht 6,8t) 50% mehr Spreizkraft an der Spitze wie das Vorgängergerät SP45. mit 24,9kg ist er dabei ungefähr gleich schwer. Die Öffnungsweite beträgt 810mm.

Das Schneidgerät S270 hat mit 270mm Öffnungsweite, dreimal soviel wie das bisherige S90. Die sichelförmigen und gezahnten Messer halten das zu schneidende Material optimal fest und erlauben so, auch die verstärkten Karosseriesäulen moderner Oberklasselimousinen zu schneiden.

Der Zylindersatz aus drei Rettungszylindern vereint durch Teleskoptechnik große Öffnungsweiten mit geringem Platzbedarf beim Einsetzen. In der ersten Stufe steht ein Druck von fast 20t zur Verfügung, in der zweiten Stufe sind es immerhin noch 10t. Mit den drei Zylindern sind Öffnungsweiten von 400mm bis 1452mm möglich

Bürgermeister Frank Stumpf übergab das moderne Rettungsgerät, welches die Einsatzmöglichkeiten der Feuerwehr auf den technischen Stand des modernen Karosseriebaus bringt, an den Kommandanten, Kreisbrandmeister Hans Münzer, mit dem Wunsch, es möge möglichst selten benötigt werden.

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Erstellt am 28.5.2006