Pony unter Trümmern begraben
Am Sonntag Abend gegen 17 Uhr wurden die ehrenamtlichen Helfer zu einem besonderen Einsatz gerufen.
In Döbra war das Dach eines Stalles eingestürzt und hatte mehrere Tiere unter sich begraben.
Zusammen mit den Feuerwehren aus Schwarzenbach am Wald und Döbra fand man den Dachstuhl auf ganzer Länge eingestürzt und mit Schee verschüttet.
Über eine Leiter konnten noch vereinzelte Ferkel lebend gesichtet, jedoch ohne Gefährdung der Einsatzkräfte zuerst nicht aus ihrer Lage befreit werden.
Die Einsatzleitung ließ die Feuerwehren aus Straßdorf und Marlesreuth zur Sperrung der Straßen nach Döbra alarmieren und forderte das Technische Hilfswerk mit seinem Teleskop-Radlader an.
Die Einsatzstelle bot wenig Platz für Großfahrzeuge, so dass erst der Bagger einer Baufirma den Zugang soweit herstellen konnte , dass gegen 19.30 Uhr zuerst alle 5 Ferkel, später auch die 3 Sauen lebend gerettet werden konnten. Ein Pony wurde noch vermisst.
Nachdem ein Teil des Bauschutts zur Seite geschafft und eine Zwischenmauer weggerissen war, entdeckten Feuerwehrleute das vollkommen vom Schnee verschüttete Tier lebend. Das Pony wurde ausgegraben und mit dem Teleskoparm des THW aus der Ruine transportiert.
Dort wärmten die Einsatzkräfte das stark unterkühlte und geschwächte Tier mit Scheinwerfern und übergaben es dem Tierarzt. Welche Verletzungen es davongetragen hat und ob es die nächsten Tage überlebt war am Ende der Rettungsarbeiten um 21.30 Uhr noch nicht abzusehen.
Die 90 Einsatzkräfte verließen die Einsatzstelle durchgefroren, aber erleichtert über den unerwartet guten Ausgang des Unglücks.
Nachtrag (13.02.2006): Leider konnte das Pony nicht gerettet werden. Am Montag wurde es vom Tierarzt von seinen Leiden erlöst.
Weitere Bilder auch beim THW Naila (www.thwnaila.de)
Erstellt am 14.2.2006
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