Dichter Qualm drang aus der Tiefgarage im Wohngebiet an der Sägleithe, als die Nailaer Feuerwehr am Mittwochabend dort eintraf. Alarmiert durch Meldeempfänger und Sirenen waren die Feuerwehrleute auf das Stichwort "Pkw-Brand" dorthin ausgerückt. Glücklicherweise handelte es sich nur um eine Übung im Rahmen der Feuerwehr-Aktionswoche, wie außer den Helfern auch zahlreiche erschrockene Anwohner erleichtert feststellen konnten.
Die Übungsleitung hatte die unterirdische Parkanlage mit Kunstrauch so stark vernebelt, dass die ersten Atenschutztrupp zur Suche nach den 6 vermissten Personen in der verwinkelten Garage nur kriechend vorangehen konnten. So dauerte es auch einige Zeit, bis die letzten "Opfer" ins Freie gebracht und an der dort eingerichteten Sammelstelle den Betreuern übergeben werden konnten.
In der Zwischenzeit wurde mit Hochdrucklüftern der Rauch aus der Garage gedrückt und ein Schaumrohr zur Brandbekämpfung vorbereitet. Da bei dem angenommenen Szenario mit extrem hohen Temperaturen in der Nähe des Brandherdes zu rechnen war, musste sich der vorgehende Trupp mit Hitzeschutzanzügen ausrüsten, eine zusätzliche Belastung für die Feuerwehrmänner.
Zahlreiche Zuschauer, darunter auch Erster Bürgermeister Frank Stumpf und Stadträtin Gerlinde Baderschneider, konnten das ruhige Arbeiten der Feuerwehr beobachten. Auch zahlreiche Mitglieder der Jugendfeuerwehr waren aufmerksame Betrachter der Szenerie um für ihre zukünftige Tätigkeit zu lernen.
Bei der Übungsbesprechung konnte Kommandant und Kreisbrandmeister Hans Münzer eine gelungene Ausbildungsveranstaltung feststellen. "Ihr habt gut zusammengearbeitet und so den Erfolg des Einsatzes ermöglicht", so der Feuerwehrchef. Er dankte der Hausverwaltung für die Bereitschaft, das Objekt zur Verfügung zu stellen, und sprach kleinere bauliche Mängel an, die der Feuerwehr bei der Übung aufgefallen waren. Außerdem warb er um Verständnis bei den Anwohner, dass die Feuerwehr die engen Straßen im Wohngebiet blockiert hatte. Herr Harms von der Hausverwaltung dankte den freiwilligen Helfern, dass sie ihre Freizeit für die Sicherheit der Bewohner opferten und bot an, die Übung in einigen Jahren zu wiederholen.
Erstellt am 24.9.2009