Beim Kameradschaftsabend der Feuerwehr Naila zeichnete Kreisbrandrat Helmut Wilfert den Vorsitzenden Gerhard Wagenlechner und Kreisbrandinspektor Willi Zemsch mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Gold aus. Beide können auf 40 Jahre Feuerwehrdienst zurückblicken und engagieren sich weit über das übliche Maß hinaus für ihre Aufgaben. Zahlreiche weitere Jubilare konnten ebenfalls hohe Ehrungen entgegennehmen.
In der vollbesetzten Gaststätte der Frankenhalle konnte Vorsitzender Vorsitzender Gerhard Wagenlechner zahlreiche Ehrengäste begrüßen. In seiner Ansprache ging er auf die langjährige Tradition des Feuerwehrwesens in Naila ein. So könne man in diesem Jahre auf 140 Jahre Feuerwehr und 25 Jahre Jugendfeuerwehr zurückblicken. In seinem historischen Rückblick stellte er besonders die Entwicklung der Ausrüstung in den letzten Jahrzehnten heraus. Erster Bürgermeister Frank Stumpf nahm den Faden auf und sprach von dem Kraftakt, den die Kommune bei Fahrzeugbeschaffungen bewältigen müssen. „Wir, Bürgermeister und Stadträte, können aber auch nach diesen Entscheidungen ruhig schlafen, denn wir wissen die Geräte bei euch in guten Händen.“ lobte das Stadtoberhaupt. „Es gäbe sicher viele andere Möglichkeiten, seine Freizeit zu verbringen, ihr tut dies zum Wohle der Bürger unserer Stadt“. Er dankte allen, die dafür sorgten, dass die Ausbildung der Wehrleute immer auf dem aktuellen Stand sei.
Von der Entwicklung der Jugendgruppe beeindruckt zeigte sich Kreisbrandrat Helmut Wilfert. Aus den Jugendlichen von damals seien gestanden Feuerwehrleute geworden und auch heute biete die Jugendfeuerwehr mit 16 Feuerwehranwärtern eine positive Aussicht in die Zukunft. „Ich bin stolz auf die Feuerwehr Naila, die mit Uwe Peetz einen Frankenwäldler an die Spitze der bayerischen Feuerwehren gebracht hat“ ergänzte der oberste Feuerwehrmann im Landkreis. Er dankte auch besonders den Partnern und Partnerinnen der Feuerwehrleute für das Verständnis, das sie dem Dienst im Ehrenamt entgegenbringen.
Den Jubilaren, die für 25 Jahre aktiven Dienst geehrte wurde, dankte er für die langen Jahre, die sie Tag und Nacht bereit waren, Menschen in Not zu helfen. Anschließend zeichnete er Alexander Franz, Michael Rosenberger, Thomas Schloth, Michael Tholl und Matthias Wölfel mit dem Feuerwehrehrenkreuz in Silber aus, während Kommandant und Kreisbrandmeister Hans Münzer für jeden der Geehrten den Werdegang in der Feuerwehr verlas. Alle Jubilare mussten im Laufe ihrer Dienstzeit zahlreiche Lehrgänge besuchen, die meisten von ihnen zeigen als Dienstgrade in verschiedenen Tätigkeiten ein großes Maß an Engagement. Für 30 Jahre aktiven Dienst wurde Klaus Schmidt geehrt.
Mit Gerhard Wagenlechner und Willi Zemsch konnte der Kreisbrandrat dann zwei Feuerwehrleute auszeichnen, die sich rund um die Uhr für die Feuerwehr engagieren und sich in ihren Funktion weit über Naila hinaus einen Namen gemacht haben.
Kommandant Hans Münzer dankte allen Geehrten, aber auch allen anderen Aktiven für ihren geleisteten Dienst. „Ich bin stolz auf diese Kameraden, stolz auf meine Mannschaft, auf die ich mich immer verlassen kann“. Er beförderte Gerhard Wagenlechner zum Oberbrandmeister, Willi Zemsch zum höchsten Dienstgrad bei der Freiwilligen Feuerwehr, zum Hauptbrandmeister.
Vorsitzender Wagenlechner dankte gerührt für die Ehrungen. Er selbst zeichnet dann Ferdinand Rüger für 55jährige Mitgliedschaft mit einer Urkunde aus. Ehrenkommandant Gustav Schuberth wurde für 60 Jahre geehrt. In seiner Laudatio ging der Vorsitzende auf die positive Entwicklung während Schuberths Amtszeit als Kommandant ein. Der Ortsbeauftragte des Technischen Hilfswerks, Gerhard Wolfrum überbrachte die Grüße seiner Kameraden und dankte für die freundschaftliche Zusammenarbeit der Organisationen. Als Dank hatte er dem Kommandanten und dem Vorsitzenden kleine „Feuerwehrbäume“ mitgebracht.
Antje Fonfara-Tholl und Michael Tholl ließen in ihrem amüsanten Jahresrückblick einige Begebenheiten noch einmal Revue passieren und hatten für die Hauptdarsteller der Anekdoten kleine Geschenke parat. Die Jugendlichen Jackeline Dohnalek, Sebastian Schmidt und Steffen Zienert, die mit 18 Jahren die Jugendfeuerwehr zum Jahresende verlassen, bedankten sich bei ihren Jugendwarten Stephanie Schmidt und Alexander Dohnalek mit einem kleinen Präsent.Anschließend saßen die aktiven und passiven Kameraden noch einige Stunden gemütlich zusammen.
Der 59-jährige Vorsitzende der Feuerwehr Naila trat im Jubiläumsjahr 1969 in die Feuerwehr ein. Obwohl sein Beruf als
Bankkaufmann eher anderes vermuten lässt, galt sein Interesse von Anfang an der Technik der Feuerwehrfahrzeuge und so war
er schon bald als Maschinist tätig. Doch auch Führungsaufgaben nahm er wahr und wurde folgerichtig 1982 zum Löschmeister
befördert und damit Mitglied des Verwaltungsrates. Er besitzt die Endstufen beider Leistungsprüfungen (Löschangriff und
technische Hilfeleistung) und kümmert sich intensiv um die Ausbildung der Drehleitermaschinisten und -korbführer.
Seit Januar 2001 ist er als Vorsitzender für die Vereinsangelegenheiten verantwortlich und damit Hauptorganisator der Feste und Veranstaltungen, die die Feuerwehr alljährlich hält. Daneben ist er noch immer einer der Aktivsten im Einsatz und mitverantwortlich für Fahrzeugbeschaffungen und die Kleiderkammer. Seit Samstag trägt er den Dienstgrad eines Oberbrandmeisters.
Der heutige Kreisbrandinspektor trat 1969 mit 16 Jahren in den Feuerwehrdienst ein. Schon früh legte er Lehrgänge für Atemschutzgeräteträger, Ölschadenbekämpfung und Gerätewart ab.Nach der Gründung der Jugendgruppe der Feuerwehr Naila zeichnete er als Jugendwart für die Ausbildung des Nachwuchses verantwortlich und machte sich bald, auch über die Grenzen des Landkreises hinaus, einen Namen mit seiner erfolgreichen Arbeit. Einige Jahre später wurde mit der Ausbildung der Atemschutzgeräteträger im Inspektionsbereich beauftragt, wodurch er seine Kompetenz weiter unter Beweis stellen konnte.
Als Nachfolger von Georg Brunner wurde er 1996 zum Kreisbrandmeister für die Gemeindebereich Issigau und Naila bestellt. Als im März 2001 Helmut Wilfert zum Kreisbrandrat gewählt wurde, übernahm Willi Zemsch die Verantwortung für den Inspektionsbereich 3 im westlichen Landkreis Hof. Für diese überörtlichen Aufgaben legte er alle notwendigen Führungslehrgänge mit Erfolg ab.
Als einer der Vertreter des Kreisbrandrates gehört er zu den vorbestimmten örtlichen Einsatzleitern im Landkreis Hof für Großschadensereignisse und Katastrophenfälle. Sein Augenmerk liegt seit jeher auf einer fundierten Ausbildung der Feuerwehrkräfte und so ist er einer der Mitinitiatoren des Erwachsenenleitungsmarsches und Befürworter praxisnaher Leistungsprüfungen.Er ist Abnahmeberechtigter für die Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr.
Erstellt am 29.11.2009