
Löschkräfte aus Naila leisten bei einem Großbrand in Hof am 30.05.1804 Hilfe mit der Nailaer Feuerspritze.
Nach einem großen Brandunglück am 4.September in Hof sprechen die Anwohner den Abordnungen aus Roßbach, Schwarzenbach, Münchberg, Naila, und Konradsreuth ihren Dank aus.
Bei einer Brandkatastrophe am 3.August 1862 wird Naila bis auf wenige Häuser am Ortsrand vollkommen zerstört. Obwohl sofort Lösch- und Rettungsversuche unternommen werden und zahlreiche auswärtige Löschmannschaften nach Naila eilen, haben die Einsatzmaßnahmen, auch wegen des akuten Wassermangels, keinen Erfolg.
Wohl aufgrund der Neugründung von Feuerwehren in anderen Orten, möglicherweise auch auf Druck der Aufsichtsbehörden, finden sich am 26.Dezember 46 Männer zur Gründung einer Feuerwehr zusammen. Bei der ersten Jahreshauptversammlung im Januar wird die Satzung verabschiedet, der Eintritt in die Feuerwehr ist mit 16 Jahren möglich.
Wegen der „geringen Beiteiligung und des mangelnden Verständnisses in der Bevölkerung” wird die Einführung einer „zwangsweisen Feuerwehr” beantragt. Für die Ausrüstung der Feuerwehr, die zuvor im alten Rathaus (Hauptstraße 1) untergebracht war, steht wohl schon ein „Feuerwehr-Requisitenhaus” an der Kreuzung Hauptstraße/Weststraße zur Verfügung. Die Feuerwehr kann auf drei Feuerspritzen zurückgreifen.
Der Bezirksfeuerwehrverein Naila, also praktisch der „Kreisfeuerwehrverband” des Bezirksamts Naila, wird gegründet.
Eine neue Feuerwehrspritze wird angeschafft und kann beim Bezirksfeuerwehrtag in Naila eine überzeugende Vorstellung geben.
Bei einem Großfeuer am 20.September fallen in der Hofer Straße elf Scheunen den Flammen zum Opfer. Dem beherzten Eingreifen der Feuerwehr und der Wasserkraft der Feuerspritzen ist es zu verdanken, dass die nahe gelegene Gambrinus-Brauerei und einige Wohnhäuser verschont blieben.
Endlich ist der Neubau des Feuerwehrgerätehauses an der Hauptstraße vollendet und das Gebäude kann seinen Dienst versehen - für die nächsten 62 Jahre !
Die Gemeinde Froschgrün wird im Oktober nach Naila eingemeindet, die dortige Feuerwehr bleibt zunächst selbstständig, wird dann jedoch 1936 in die Feuerwehr Naila eingegliedert.
In der Albin-Klöber-Straße brennen am 29.Januar von 16 Scheunen elf vollständig ab. Orkanartige Stürme erschweren die Löscharbeiten.

Eine Motorspritze mit 1000l Pumpleistung wird angeschafft und bewährt sich in den folgenden Jahren bei zahlreichen Bränden.
Am 2.April rief erstmals die am Rathaustürmchen neu installierte Sirene die Feuerwehr zu einem Einsatz. An der Kronacher Straße, Einmündung Weststraße brannten die dort befindlichen Scheunen, die Feuerwehrleute konnten nur die angrenzenden Wohngebäude schützen.
Das sechzigjährige Jubiläum wird mit großem Aufwand gefeiert. Im Saal des Turnerheims wird ein Festball gehalten.

Das erste Löschfahrzeug, wegen der Einplanung für überörtlichen Einsatz als „Bezirkslöschgerät”, bezeichnet, wird in Dienst gestellt. Für die Beschaffung des Mercedes werden bereits damals Sponsorengelder verwendet. Das Fahrzeug bleibt bis 1963 im Dienst.
Die Feuerwehr wird der Polizei als Hilfspolizeitruppe angegliedert. Zahlreiche Feuerwehrmänner müssen in den Krieg ziehen.
Die Nailaer Feuerwehr rückt zu Bombennächten nach Plauen (40 km) und nach Nürnberg (130 km) aus und können sich um die dortige Bevölkerung verdient machen.
Der Stadtrat beschließt die Einführung einer Feuerschutzabgabe, dies führt in den folgenden Jahren zu zahlreichen Eintritten, die Zahl der Aktiven steigt von 69 auf 115.

Die Feuerwehr erhält ein Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 auf Magirus-Fahrgestell. Ein Jahr später erhält das Fahrzeug ein Funkgerät. Der Magirus fuhr bis zu seiner „Feuerwehrrente” im Jahr 1985 zahlreiche Einsätze.
Drei Jahre nach Außerdienststellung des alten „Bombers”, beschafft die Stadt Naila ein Löschgruppenfahrzeug LF16-TS, wiederum auf Mercedes-Fahrgestell. Das Löschfahrzeug versieht seinen Dienst bis 1992.

Die erste Löschgruppe legt die Leistungsprüfung der Stufe "Gold" ab. Sie ist damit die erste Gruppe im Landkreis Naila, die die Endstufe des Leistungsabzeichens erwirbt.
Mit einem umfangreichen Programm wird das 100jährige Bestehen gefeiert. Im Rahmen der Feierlichkeiten wird ein neues Tragkraftspritzenfahrzeuges TSF auf Basis Ford Transit an die Feuerwehr übergeben.
In Naila gibt es drei große Schuhfabriken, eine Porzellanfabrik und eine Weberei.
Zum Herunterladen: Festschrift 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Naila von 1969 (Scan) (PDF 32MB)
Naila verliert seinen Status als Kreisstadt. Der Landkreis Naila wird zusammen mit den Landkreisen Hof, Rehau und Münchberg zum neuen Landkreis Hof zusammengeschlossen.
Bereits ein Jahr vorher wurde Culmitz eingemeindet, die dortige Feuerwehr bleibt jedoch selbstständig.
Mit Einführung der Funkalarmierung der Sirenen wird im Feuerwehrgerätehaus eine Funkfeststation eingerichtet.
Zur Befreiung von Verletzten aus Unfallfahrzeugen wird ein Rettungsspreizer der Firma Hurst beschafft und an Stelle der Tragkraftspritze auf dem LF16-TS verlastet. Er versieht seinen Dienst bis 2006.

Nach längeren Diskussionen um den richtigen Standort wird das neue Feuerwehrzentrum im Dreigrünbachtal gebaut und im Juni 1977 seiner Bestimmung übergeben. Dank vorausschauender Planung ist eine Weiterentwicklung der Feuerwehr möglich.
Mit Inbetriebnahme des Feuerwehrzentrums werden der Feuerwehr Naila Aufgaben für überörtliche Wartung und Pflege von Schläuchen und Pressluftflaschen für den Inspektionsbereich 3 des Landkreises Hof übertragen.
Die „Stille Alarmierung” hält Einzug bei der Feuerwehr Naila. Für alle Aktiven werden Funkmeldeempfänger der Firma AEG Telefunken beschafft. Seit diesem Zeitpunkt wird die Sirene nur noch bei Großeinsätzen für die Alarmierung der Einsatzkräfte eingesetzt.
Als Fahrzeug für den Einsatzleiter und für den Mannschaftstransport wird ein Mehrzweckfahrzeug MZF in Betrieb genommen. Da die Norm für diese Fahrzeuge gerade erst entsteht, werden viele Einbauten in Eigenleistung an die Vorschriften angepasst.
Die Gemeindegebietsreform findet mit der Eingemeindung von Lippertsgrün, Marlesreuth und Marxgrün ihren Abschluss. Die Feuerwehren in den eingemeindeten Ortsteilen bleiben selbstständig.

Nachdem in Naila einige hohe Häuser entstanden sind, benötigt die Feuerwehr eine Drehleiter DLK 23/12. Das Fahrzeug, von der Firma Metz erstmals auf MAN-Frontlenker-Fahrgestell aufgebaut, bleibt bis 2004 im Dienst und hilft einige Menschenleben zu retten.
Ein Großtanklöschfahrzeug TLF 24/50 mit 5000 Liter Wasser und 500 Liter Schaummittel an Bord auf MAN-Fahrgestell nimmt seinen Dienst auf. In der Folgezeit kann vor allem der Dachmonitor mit 60 Meter Wurfweite bei vielen Großbränden die Schlagkraft des Fahrzeugs unter Beweis stellen.
Die Technischen Einsatzleitung (heute: Unterstützungsgruppe örtlicher Einsatzleiter) des Katastrophenschutzes im Landkreises Hof erhält aus Bundesmitteln ein Führungsfahrzeug, welches in Naila stationiert wird. Das Fahrzeug wird 1998 nach Geroldsgrün verlegt.
Nach 27 Jahren wird das Magirus-Tanklöschfahrzeug durch ein TLF 16/25 auf Daimler-Benz ersetzt.
Die Einsätze zur technischen Hilfe überwiegen inzwischen die Brandeinsätze bei weitem. Um die Hilfeleistung zu optimieren wird ein Rüstwagen RW 2 mit Zusatzbeladung zur Ölschadensbekämpfung und zur Wasserrettung beschafft.
Das Mercedes-Löschgruppenfahrzeug LF16-TS geht nach 26 Jahren in den Ruhestand und wird durch ein LF16/12 auf MAN-Fahrgestell ersetzt.
Die Emanzipation macht auch vor der Feuerwehr nicht halt: Die ersten Feuerwehranwärterinnen beginnen ihre Ausbildung.
Zwei Feuerwehrfahrzeuge auf Basis Mercedes Sprinter ersetzen das Mehrzweckfahrzeug MZF und das Tragkraftspritzenfahrzeug TSF.
Zur computerunterstützten Alarmierung der Einsatzkräfte wird das Programm „BASIS” eingeführt.
Eine Weiterentwicklung der Atemschutztechnik hält in Naila Einzug: Die Feuerwehr stellt auf überdrucktechnik um und beschafft 22 neue Pressluftatmer mit „Bodyguard”.
Die Finanzkraft der Stadt Naila lässt eine Erweiterung des Fahrzeugparkes nicht mehr zu, daher versucht die Feuerwehr andere Möglichkeiten zu finden. Als Fahrzeug für den Einsatzleiter wird ein von der Thüga AG gesponsertes gebrauchtes Fahrzeug mit viel Eigenleistung zu einen Einsatzleitwagen ELW umgebaut.
Die Drehleiter aus dem Jahr 1979 leitet im häufiger an altersbedingten Störungen. Die Stadt unternimmt daher alle Anstrengungen und macht eine Ersatzbeschaffung möglich. Im Oktober kann eine neue DLK 23/12 von Metz auf Daimler-Benz Atego-Fahrgestell den Dienst bei der Feuerwehr aufnehmen.
Eine Spendenaktion ermöglicht den Ersatz des in die Jahre gekommenen Einsatzleitfahrzeuges durch einen neuen Kommandowagen Skoda Fabia
Die Integrierte Leitstelle (ILS) Hochfranken übernimmt im Oktober die Alarmierung aller nichtpolizeilichen Hilfskräfte in Stadt- und Landkreis Hof und im Landkreis Wunsiedel. Nach 35 Jahren geht die Funkfeststation als Alarmierungsstelle außer Betrieb.
Von der Bayerischen Versicherungskammer erhält die Wehr eine Wärmebildkamera. Damit wird die Suche nach Vermissten oder Brandnestern vereinfacht. Im Juni übernimmt mit Uwe Peetz ein langjähriger Aktiver der Feuerwehr Naila die Geschäftsführung des Landesfeuerwehrverbandes Bayern.
letzte Aktualisierung: 11.04.2010